Frau am Backrohr

Welche Elektrogeräte kommen in Ihre neue Küche? – Küchenprofi gibt Tipps

Beim Planen einer neuen Küche kommen Sie um Elektrogeräte nicht herum. Die Auswahl ist riesig – dementsprechend groß sind auch die Preisspanne und die Qualitätsunterschiede. Dank neuester Technologien können moderne Elektrogeräte zudem mehr als nur Lebensmittel kühlen oder erhitzen. Aber was muss Ihr Backrohr können? Und der Kühlschrank? Und welche Küchengeräte benötigen Sie sonst noch für Ihre Küche?

Küchenplaner Christian Mölg, Inhaber des olina Küchenstudio Kirchbichl, kann Ihre Orientierungslosigkeit in dieser riesen Auswahl verstehen. In diesem Blogbeitrag gibt er Tipps, wie die Auswahl der richtigen Elektrogeräte leichter fällt.

Welche Geräte brauchen Sie eigentlich?

Es gibt eine Vielzahl von Elektrogeräten, die in moderne Küchen eingebaut werden können. Welche Sie in Ihrer Küche haben sollten, hängt von mehreren Faktoren ab.

In modernen Küchen finden sich neben Standardgeräten wie

  • Kochfeld
  • Backofen
  • Kühl- und Gefrierschrank
  • Dunstabzug
  • Geschirrspüler
  • Kaffeemaschine

… auch andere praktische Küchenhelfer wie

  • Dampfgarer
  • Mikrowelle
  • Tellerwärmer
  • Vakuumiergerät

Folgende drei Faktoren sollten Sie bei der Auswahl berücksichtigen. Damit finden Sie heraus, welche Küchengeräte für Sie wirklich am besten geeignet sind.

Faktor #1 Wer wird die Küche benützen?

Ist die Küche für Sie selbst oder für Ihre Mieter? Bei der Wahl der Elektrogeräte kann das eine Rolle spielen. Zusätzliche Küchengeräte wie Dampfgarer oder Tellerwärmer werden Sie für eine Mietwohnung kaum berücksichtigen. Zudem spielt diese Frage eine wichtige Rolle, wenn es um die Größe der Geräte geht. Ist die Küche für einen Singlehaushalt gedacht, reichen ein kleiner Kühlschrank oder eine kleine Geschirrspülmaschine aus. Soll hier für eine vierköpfige Familie Essen zubereitet und gelagert werden, benötigen Sie auch entsprechend größere Elektrogeräte.

Faktor #2 Kochgewohnheiten

Backen Sie viel? Dann brauchen Sie auf jeden Fall ein Backrohr. Sie haben schon seit Jahren eine Mikrowelle in Ihrer alten Küche, diese aber fast nie benutzt? Dann können Sie darauf wahrscheinlich in Ihrer neuen Küche verzichten.

Faktor #3 Platz

Egal, wie viele Leute die Küche benützen und welche Kochgewohnheiten Sie haben: Ist die Küche nicht groß genug für einen großen Kühlschrank, einen separaten Gefrierschrank, einen Dampfgarer, eine große Geschirrspülmaschine, einen Backofen und eine Mikrowelle – dann macht es auch keinen Sinn, diese Geräte einzuplanen. Wenn Sie auf bestimmte Funktionen dieser Geräte nicht verzichten wollen, müssen Sie bei der Größe Abschläge machen oder nach Kombigeräten Ausschau halten.

Was müssen Ihre Geräte können?

Was sollten Sie bei der Wahl der Gerätemarken und der „Zusatzfähigkeiten“ Ihrer Geräte berücksichtigen? Küchenexperte Christian Mölg hat dazu drei Tipps für Sie:

Tipp #1 Pflegeleichte Geräte wählen

Vor allem, wenn Sie wenig Zeit in die Pflege Ihrer Elektrogeräte investieren wollen, sollten Sie sich für möglichst pflegeleichte Geräte entscheiden.

Zum Beispiel müssen Gefrier- und Kühlschränke regelmäßig enteist werden. Bildet sich darin eine Eisschicht, benötigen diese Geräte mehr Energie zum Kühlen. Dadurch erhöht sich der Stromverbrauch. Kühlgeräte mit No-Frost Technologie und Abtauautomatik können Abhilfe schaffen und den Stromverbrauch konstant niedrig halten, ohne dass Sie sich um regelmäßiges Enteisen Gedanken machen müssen.

Ähnlich ist es beim Backofen. Wer schon einmal einen stark verschmutzten Backofen geputzt hat weiß, dass es sich dabei um eine aufwändige Arbeit handelt, die häufig nur mit starken Putzmitteln zu bewältigen ist.

Mit der Wahl des richtigen Backofens können Sie sich Zeit und chemische Reinigungsmittel sparen. Es gibt mittlerweile selbstreinigende Backöfen, sogenannte Pyrolose Backöfen. Bei diesen Öfen müssen Sie nur noch das entsprechende Reinigungsprogramm starten. Um Sie gleich vor bösen Überraschungen zu schützen: Pyrolose Backöfen haben einen hohen Anschaffungspreis.

Tipp #2 Nicht immer ist es „smart“, sich für „smarte“ Küchengeräte zu entscheiden

Was sollen Ihre Elektrogeräte neben ihrer primären Aufgabe wie kühlen, backen und kochen noch können? Um diese Frage zu beantworten, können Sie sich allgemein an Ihren Gewohnheiten orientieren und sich bei jeder zusätzlichen Funktion die Frage stellen, ob Sie wirklich davon profitieren.

Vor allem bei Kühlschränken findet man heutzutage eine „smarte“ Auswahl. Aber:

  • Sparen Sie durch die digitale Einkaufsliste, die Ihr Kühlschrank erstellt, wirklich Zeit?
  • Der Kühlschrank mit HD Touch Screen Monitor ist ein Hingucker – aber muss ein solcher in die Wohnung, der für Ihre studierenden Kinder gedacht ist?

Zudem benötigen smarte Kühlschränke immer noch mehr Platz als normale Kühlschränke. Daher sind solche Geräte immer auch an die Platzfrage gekoppelt.

Tipp #3 Kombigeräte sparen Platz

Sie haben nur wenig Platz in Ihrer Küche, wollen aber auf bestimmte Funktionen nicht verzichten? Halten Sie Ausschau nach Kombigeräten! Neben alltäglichen Kombinationen wie Kühlschränken mit integriertem Gefrierfach gibt es auch weniger bekannte Kombinationen, die Ihnen die Arbeit in der Küche erleichtern können.

Die Kombination aus Dampfgarer und Backofen vereint die Vorteile beider Geräte:

  • Sie können wie gewohnt backen
  • Sie erreichen durch die Kombination aus Heißluft und Dampf saftigere Ergebnisse beim Brotbacken oder Braten
  • Mit dem Wasserdampf können Sie Gemüse schonend garen und auch Beilagen wie Knödel, Reis oder Kartoffeln „kochen“
  • Durch Dampf können Sie speisen erwärmen: Dadurch können Sie sich die Mikrowelle ersparen.

Die Trends bei Elektrogeräten für die Küche

Trend #1: Nachhaltige Geräte mit geringem Verbrauch

Nachhaltigkeit und Energie sparen sind groß im Trend. Der Fokus fast aller Anbieter liegt mittlerweile auf ressourcensparenden Elektrogeräten. Energieeffizienzklasse A+++ ist gleichbedeutend mit einem besonders niedrigen Energieverbrauch. Verstärkt setzen die Hersteller aber auch darauf, die Produkte nachhaltig zu produzieren. Sprich es wird auf einen möglichst umweltschonenden Abbau von Rohstoffen für die Produktion sowie auf faire Arbeits- und Lohnbedingungen für die Arbeiter geachtet.

Trend #2: Smarte Geräte und automatisierte Programme

Das Internet und die Digitalisierung haben auch in die Küchen Einzug gehalten. Moderne Küchengeräte sind vernetzt und per App steuerbar. Smart Home ist das Schlagwort. Zudem sorgen etliche automatisierte Programme dafür dass Pizza, Braten, Brot und vieles mehr perfekt gelingen.

Trend #3: Flexibilität und Verschmelzungen von Funktionen

Moderne Küchengeräte sind wahre Funktions-Wunder. Ein Kühlschrank spendet neben seinen gewohnten Aufgaben auch Wasser und liefert Eiswürfel. Ein zeitgemäßer Backofen kann auch Dampfgaren. Dunstabzüge werden zu stylischen Lichtquellen. Kochfelder passen sich an das verwendete Kochgeschirr an. Flexibilität und die Verschmelzung von Funktionen sind der Zeitgeist.

Trend #4: Minimalistisches Design

Elektrogeräte sollen sich möglichst gut in die Optik der restlichen Küche einfügen. Darum entwickelt sich der Trend hin zu einem modernen, minimalistischen Design mit einer klaren Formengebung. Nicht notwendige Designelemente werden weggelassen und funktionale Komponente werden zusammengefasst, sodass ein ein klarer, eleganter Look entsteht. 

Trend #5: Intelligente Frische-Technologien

Der Trend bei Kühlgeräten geht dahin Lebensmittel so lange als möglich frisch zu halten. Vorbei sind die Zeite, wo Kühlschränke einen Gefrierbereich und einen zur Lagerung der restlichen Produkte hatten. Nun verfügen moderne Kühlschränke über verschiedene Zonen, welche mit speziellen Frischetechnologien für die ideale Lagerung von Lebensmitteln sorgen. So lassen sich Kräuter, Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch und weitere Lebensmittel in regulierten Zonen bei unterschiedlichen Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten aufbewahren.

Sie haben noch Fragen zur Küchenplanung?

Wir hoffen der Beitrag und die Tipps unserer Profis helfen Ihnen bei der Küchenplanung.

Sollten Sie dabei Hilfe benötigen oder Fragen haben, klären wir diese gerne in einer unverbindlichen Erstberatung in einem olina Studio in der Nähe.

Ihr olina Team

Foto: © Kzenon – stock.adobe.com

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