Die Küchenplanung – So geht’s richtig!

Sie wünschen sich eine neue Küche, haben aber keine Ahnung, was da alles auf Sie zukommt? Sie haben Angst davor Fehler zu machen, den Überblick zu verlieren und vielleicht eine wichtige Frist zu übersehen?

Küchenplaner Klaus Ruech (Inhaber olina Studio Innsbruck Ost) teilt hier seine Praxiserfahrung und erzählt, worauf es bei den einzelnen Schritten ankommt.

Schritt Nr. 1: Machen Sie einen Termin beim professionellen Küchenplaner

Damit Ihre Küchenplanung beginnen kann, müssen Sie als erstes einen Termin im Küchenstudio vereinbaren.

Dafür sollten Sie etwa 1 bis 2 Stunden Zeit einplanen.

Bei diesem ersten Termin möchte ein professioneller Küchenplaner herausfinden,

  • Was Ihnen optisch gefällt
  • Wie Ihre Alltags- und Kochgewohnheiten aussehen
  • Wie viel Platz Sie in der neuen Küche wirklich benötigen
  • Welche Küchengeräte Sie benötigen und wo diese am besten platziert werden
  • Welchen Stil die neue Küche haben soll
  • Welches Budget Sie für die Umsetzung haben

Anhand dieser Informationen skizziert er einen ersten Plan. Diesen können Sie dann meist abfotografieren und sich zuhause noch einmal in Ruhe ansehen.

Schritt Nr. 2: Lassen Sie eine digitale 3D Planung machen

Nach einem Erstgespräch beim Küchenplaner kann dieser die erste Skizze Ihrer neuen Küche in ein digitales 3D-Modell verwandeln. Meist wird Ihnen die 3D-Planung im Küchenstudio am Bildschirm präsentiert. Dabei sehen Sie dann schon konkret, welche Elektrogeräte Ihr Küchenplaner für Ihren Budgetrahmen ausgewählt hat.

Sie haben dabei die Gelegenheit noch einmal alles durchzusprechen und können Ihre Änderungswünsche äußern. In der Regel passiert dieser Schritt noch vor der eigentlichen Auftragserteilung.

Schritt Nr. 3: Klären Sie die Finanzierung ab

Ein professioneller Küchenplaner wird immer versuchen Ihre Wünsche und Vorstellungen für die neue Küche in Ihrem Budgetrahmen zu ermöglichen. Im besten Fall kennen Sie Ihren Budgetrahmen schon beim ersten Besuch im Küchenstudio. Denn je genauer Sie diesen bekannt geben, desto besser kann der Küchenplaner Ihre Wünsche umsetzen.

Trotzdem ist es nicht immer möglich: Sollten Ihre Wünsche den Budgetrahmen übersteigen, bieten die meisten Küchenstudios verschiedene Finanzierungsmodelle an. So gehen sich eventuell doch die bessere Granitarbeitsplatte oder der Multidampfgarer aus, den Sie gerne hätten.

Schritt Nr. 4: Lassen Sie Änderungswünsche gleich durchführen

Nach den ersten Entwürfen Ihrer neuen Küche werden Sie sehr wahrscheinlich Änderungswünsche haben. Änderungen können grundsätzlich bis zur Bestellung Ihrer neuen Küche durchgeführt werden. Die Bestellung erfolgt etwa 2 Monate vor dem Einbau. Solange Sie den Auftrag für die Küchenplanung noch nicht erteilt haben, können Sie jederzeit Änderungen durchführen lassen.

Aber bedenken Sie: Normalerweise ist die Küchenplanung gratis, wenn Sie die Küche dann auch im gleichen Studio bestellen. Falls Sie nur planen lassen und die Küche dann wo anders bestellen, wird das Studio Ihnen die Planung wahrscheinlich in Rechnung stellen. 

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Schritt Nr. 5: Erteilen Sie den Auftrag für die Küchenplanung

Sobald Sie den Auftrag für die Küchenplanung unterschreiben, bekommen Sie alle nötigen Pläne (3D-Modell und Installationsplan) auch mit nach Hause. Sie können dann mit Ihren Freunden und der Familie beratschlagen, ob die Küchenplanung wie geplant realisiert werden soll.

Mittlerweile verschicken die meisten Küchenstudios ihre Pläne per Mail, in digitaler Form. Auf Wunsch werden Ihnen die Pläne aber sicher auch auf Papier ausgedruckt.

Schritt Nr. 6: Bestellen Sie die neue Küche

Vor der Bestellung wird Ihnen Ihr Küchenplaner noch ein bis zwei Wochen Zeit lassen, damit Sie alles noch einmal in Ruhe durchdenken können. In dieser Zeit können Sie noch immer Änderungswünsche durchführen lassen. Normalerweise kommt der Küchenplaner in dieser Zeit auch zu Ihnen nach Hause, um auszumessen. So kann er sicher gehen, dass für die Bestellung auch wirklich die richtigen Maße vorliegen.

Wenn die Küche erst einmal bestellt ist, sollten Sie nichts mehr an der Küchenplanung verändern. Änderungen nach der Bestellung sind oft kompliziert und mit hohen Zusatzkosten verbunden. Die einzelnen Bestandteile Ihrer Küche werden schließlich nach Maß hergestellt. Diese im Nachhinein noch zu ändern, ist kaum möglich

Schritt Nr. 7: Beauftragen Sie die Handwerker rechtzeitig

Rechnen Sie mindestens mit zwei Monaten für die Installationsarbeiten (Wasseranschluss, Strom, etc.). Diese müssen vor dem Montagebeginn der Küche fertiggestellt sein. Auch Fliesen- oder Bodenleger, Maler und Fenstermonteur sollten Ihre Arbeiten vor der Küchenmontage abgeschlossen haben.

Bei einem Neubau ist es in der Regel nicht notwendig die einzelnen Handwerker extra zu beauftragen. Sie geben einfach den Installationsplan an die beauftragten Firmen weiter. Beim Umbau ist die Sache oft etwas komplizierter: Viele gute Küchenstudios bieten Ihren Kunden an, die verschiedenen Handwerker für sie zu koordinieren.

Wir bei olina haben es uns zur Gewohnheit gemacht, auf Kundenwunsch den Kontakt zu anderen Gewerken zu pflegen. So bekommen Sie die komplette Küche praktisch aus einer Hand und müssen sich selbst um weniger kümmern. Sollten Sie noch Kontakte zu anderen Profis benötigen, so können wir diese in Ihrer Region zur Verfügung stellen. Unsere Küchenprofis pflegen regelmäßige Kontakte zu folgenden Gewerken auch in Ihrer Region:

  • Elektriker
  • Installateure
  • Bodenleger
  • Maler
  • Fliesenleger
  • Fenstermonteure

Schritt Nr. 8: Lassen Sie die Montage durchführen

Sobald Sie wissen, wann Ihre Installationen für die Küche fertig, der Boden gelegt und die Wände ausgemalt sind, können Sie einen Termin für die Küchenmontage vereinbaren. Spätestens eine Woche vor der Montage sollten Sie einen genauen Zeitplan für die Arbeiten von Ihrem Küchenplaner bekommen.

Die Küchenmontage selbst, dauert im Neubau etwa 2 bis 4 Tage. Bei einem Umbau kann es, insbesondere bei sehr aufwendigen Küchen, bis zu 14 Tage dauern. Bei sehr aufwendigen Küchen kann es auch länger dauern.

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Schritt Nr. 9: Lassen Sie die Montage noch einmal prüfen

Wenn die neue Küche dann fertig eingebaut ist, sollte Ihr Küchenplaner noch einmal vorbeikommen. Normalerweise wird dann nach einem eigenen Protokoll geprüft, ob die Küchenmontage richtig gemacht wurde.

Das dient zu Ihrer Sicherheit. Sollte Ihnen schon etwas aufgefallen sein, deponieren Sie das am besten sofort. Dann kann Ihr Studio sich sofort um die Ausbesserung kümmern.

Schritt Nr. 10: Freuen Sie sich über Ihre neue Küche

Jetzt liegt es an Ihnen, die neue Küche zu testen und im Alltag zu genießen. Sollte einmal etwas kaputt gehen, können Sie sich beim Kundendienst Ihres Küchenstudios melden. Selbst, wenn es Probleme mit den Elektrogeräten geben sollte.

Bei olina haben wir zum Beispiel noch eine zusätzliche 10-jährige Servicegarantie, an die wir unsere Kunden regelmäßig erinnern.

Die wichtigsten Fristen noch einmal zum Nachlesen:

Die meisten Sorgen unserer Kunden bei der Küchenplanung beziehen sich auf Änderungswünsche und wie lange sie diese durchführen lassen können.

Deshalb finden Sie die wichtigsten Zeitpunkte hier noch einmal mit Überblick:

  • Bis 2 Monate vor Montagebeginn: Änderungswünsche bekannt geben, Handwerker beauftragen, Installationspläne weiterschicken
  • Nach Bestellung der Küche: Keine Änderungen in der Planung mehr durchführen
  • 1 Woche vor Montagebeginn: Sie erhalten den Zeitplan für den Einbau von Ihrem Küchenplaner
  • Ab Montagebeginn: Kücheneinbau dauert 2-4 Tage bei Neubau und 14 Tage bei Umbau

Im nächsten Abschnitt möchten wir Ihnen nun erläutern, wann der richtige Zeitpunkt ist, um mit der Küchenplanung zu beginnen.

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So lange vorher sollten Sie mit der Küchenplanung beginnen!

Sie natürlich möchten, dass Ihre Küchenplanung und Küchenmontage einwandfrei verläuft und pünktlich fertig ist. Aber wieviele Wochen oder Monate vorher sollten Sie mit der Planung beginnen?

Auch dazu haben wir unsere Küchenexperten Sandra Perrotta (Inhaberin Küchenstudio Salzburg-Stadt), Klaus Ruech (Inhaber Küchenstudio Innsbruck Ost) und Daniela Happ (Inhaberin Küchenstudio Imst) befragt.

Die Profis erklären Ihnen anschließend folgendes:

  • Wie viel Monate „vorher“ mit der Planung anfangen sollten
  • Was Sie tun müssen, wenn es am Bau zu Verzögerungen kommt
  • Welche zwei Vorteile eine zeitgerechte Planung für Sie hat
     

Faustregel für Küchenplanung im Hausbau: 6-12 Monate vor Einzug - aber warum?

Wie kommen die Profis zu dieser Zeitangabe? Wenn Sie über Ihre (neue) Küche nachdenken gibt es meist noch nicht mal einen Bauplan. Ohne Raum- und Installationsplan können Sie noch nicht ins Küchenstudio gehen....

Die Küchenplanung beginnt also beim Hausbau nicht mit dem Gang ins Küchenstudio.

Die Küchenplanung beginnt schon beim Gespräch mit Ihrem Architekten

Sie stecken sehr viel Geld in Ihr neues Heim – da soll alles perfekt sein. Für die Gespräche und Anpassungen mit Ihrem Architekten sollten Sie mehrere Wochen und Monate einplanen.

Wenn Sie an der Raumaufteilung tüfteln, sollten Sie nicht nur überlegen wie "groß" Ihre Küche sein soll.

Fragen Sie besser:

  • Wie viele Küchenschränke werden benötigt?
  • Möchten Sie eine eigene Speisekammer?
  • Wo soll der Esstisch stehen?
  • Wo wird ein Fenster platziert?

Falls Sie denken, das ist noch zu früh: Bevor der Bauträger seine Arbeit beginnt, benötigt auch er Bau- und Installationspläne:

  • Er will wissen, wo die Stromleitungen gelegt werden sollen (zum Beispiel für eine Hängeleuchte über dem Esstisch),
  • wo Sie einen Wasseranschluss benötigen (zum Beispiel für den Geschirrspüler) oder
  • wo eine Wand eingezogen wird (zum Beispiel für eine Speisekammer).

Diese Entscheidungen treffen Sie natürlich nicht von heute auf morgen.

Dieser ganze Prozess (inklusive Baugenehmigung von der Gemeinde etc.) dauert in der Regel 3-6 Monate.

Der Bau- und Installationsplan steht: Ab ins Küchenstudio!

Sind Sie mit dem Bau- und Installationsplan zufrieden, können Sie damit ins Küchenstudio und Ihre neue Küche in Auftrag geben. In der Regel dauert es 3 Monate vom „Erstgespräch im Studio“ bis zu „Küche ist bei Ihnen zuhause eingebaut“.

Denken Sie auch daran, dass der Küchenplaner Naturmaße nehmen möchte: Wenn sich also der Bau verzögert, dann verschiebt sich auch der Fertigstellungstermin der Küche nach hinten...

Was tun, wenn es beim Bau zu Verzögerungen kommt?

Das Baumaterial wird nicht rechtzeitig geliefert, Monteure verspäten sich. Bei Ihrem Hausbau kann es etliche Verzögerungen geben.

Informieren Sie Ihren Küchenplaner sofort über mögliche Verzögerungen am Bau.

Der Küchenexperte kann sofort den Montagetermin verschieben. Wird der Montagetermin zu spät verschoben, haben die Monteure vermutlich schon einen anderen Kundenauftrag im Kalender... Dann verschiebt sich Ihr Montagetermin weiter nach hinten und Sie müssen länger auf den Kücheneinbau warten.

Welche Vorteile hat eine zeitgerechte Küchenplanung?

Wenn Sie früh genug mit der Küchenplanung beginnen, hat das zwei große Vorteile:

1.) Sie haben mehr Freiheit bei der Raumaufteilung: Stellen Sie sich vor, der Bauplan wurde von der Gemeinde genehmigt. Der Bauträger hat alle Pläne und die Arbeiter beginnen: Wenn Sie sich erst jetzt Gedanken über Ihre Küche machen, passen die Raumaufteilung und Anschlüsse nicht zu Ihrer „Wunschvorstellung“. Vielleicht wollen Sie doch lieber eine Kücheninsel anstatt einer G-Form? Jetzt müssen Sie bei der Planung zurückstecken und schauen, welche Küchenform „reinpasst".

Solange der Bauträger die Pläne noch nicht hat, können Sie Wände, Fenster, Türen, Wasser- und Stromanschlüsse mit Ihrem Architekten noch ändern!

2.) Sie sparen viel Zeit, Ärger & Geld: Vor Baubeginn können Sie jederzeit Änderungen ohne großen Aufwand vornehmen. Sobald jedoch mit dem Bau begonnen wurde, wird es mit jedem Bautag schwieriger. Bei Stromanschlüssen sind Änderungen relativ lange möglich, Wasserleitungen oder eine ganze Wand sind jedoch schwerer zu versetzen. Solche Änderungen können dann hohe Kosten verursachen UND der Bau wird sich verzögern.

Egal ob Sie Ihre alte Küche durch eine neue ersetzen möchten oder gerade mit dem Hausbau beginnen: Frühzeitige Küchenplanung schafft Ihnen Planungsfreiheit, spart Zeit, Ärger und Geld.

Was Ihnen zusätzlichen Ärger erspart, ist die Vermeidung von Fehlern bei der Planung. Welche Fehler besonders häufig auftreten und wie diese zu vermeiden sind, erfahren Sie gleich im Anschluss.

Vermeiden Sie die 5 häufigsten Fehler bei der Küchenplanung

Sie möchten nun mit der Planung Ihrer neuen Küche loslegen? Sie sind aber noch unsicher, was da auf Sie zukommt?

Viele unserer Kunden haben im ersten Moment Angst davor, bei der Küchenplanung einen Fehler zu machen. Trotzdem kommen viele unserer Kunden mit einer sehr konkreten Vorstellung von ihrer neuen Küche ins Küchenstudio. Meist ändern sich diese Vorstellungen drastisch im Verlauf des ersten Beratungsgesprächs.

Der Grund: Viele Vorstellungen passen dann nicht in den Budgetrahmen oder sind in der Realität nicht so umsetzbar, wie gedacht.

Dabei gibt es 5 Fehler, die fast alle Kunden beim ersten Anlauf machen: Falsch berechnete Abstände und Höhen oder ein Platzangebot, das nicht passt, verderben Ihnen dann den Spaß am Kochen. Oder noch schlimmer: Durch eine notwendige Umplanung kostet die Küche viel mehr als eigentlich nötig. Wir haben auch dazu wieder 3 unserer Planungsexperten befragt, um Sie von vornherein vor diesen Fehlern zu bewahren.

Unsere Experten aus der Küchenplanung:

Klaus Ruech, Inhaber olina Küchenstudio Innsbruck Ost
Christian Aumayr, Inhaber olina Küchenstudio Leonding
Sandra Perrotta, Inhaberin olina Küchenstudio Salzburg-Stadt

Überblick: Diese 5 Fehler machen fast alle Kunden bei der Küchenplanung

Fehler #1: Falsche Höhe bemessen

Es gibt in der Küche viele verschiedene Höhen einzuhalten. Unsere Experten verraten hier, welche am häufigsten falsch bemessen werden:

Oft vergessen die Kunden, dass die Arbeitsfläche an die Körpergröße angepasst werden soll. Und zwar an die Körpergröße von dem, der dann die meiste Zeit in der Küche verbringt. Dafür gibt es eine einfache Faustregel: Ellenbogenhöhe minus 15 Zentimeter. So können Sie vermeiden, dass Sie später beim Kochen Schulter- oder Rückenschmerzen bekommen. – Klaus Ruech

Elektrogeräte sollten nicht zu hoch eingebaut werden. Das oberste Gerät (meist Backrohr oder Dampfgarer) sollte in Ihrer Augenhöhe eingebaut sein. Sie können es dann ideal bedienen. Außerdem verringern Sie so die Verletzungsgefahr durch herabfallende (heiße) Backbleche und Ofenformen. – Christian Aumayr

Eindeutig die Arbeitsplatte: Wenn die falsch bemessen wir, plagen Sie sich mit Nacken- oder Rückenschmerzen. Nackenschmerzen, wenn die Arbeitsplatte zu nieder ist. Rückenschmerzen, wenn Sie zu hoch ist.
– Sandra Perrotta

Wie Sie die Höhe Ihrer Arbeitsfläche richtig berechnen, erfahren Sie in einem ausführlichen Beitrag unter folgendem Link: So berechnen Sie die ideale Höhe für Ihre Arbeitsplatte

Fehler #2: Zu große Abstände eingeplant

Eine professionelle Küchenplanung ist darauf ausgerichtet, Ihre Wege in der Küche so kurz wie möglich zu halten. Dafür müssen bestimmte Abstände eingehalten werden. Welche die wichtigsten sind, erfahren Sie in diesem Abschnitt: Am häufigsten wird der Abstand zwischen Spüle und Herd falsch eingeschätzt. Danach kommt die überdimensionierte Breite der Durchgänge.

Spüle und Herd sollen maximal 120cm voneinander entfernt sein. So haben Sie das Wichtigste in „greifweite“ und müssen nicht extra durch die Küche laufen. Der Abstand zwischen den Küchenzeilen (oder zwischen Zeile und Insel) liegt im Idealfall zwischen 90 und 120cm. – Klaus Ruech

Spüle und Geschirrspüler sollten immer direkt nebeneinander liegen. Denn einen stark verschmutzen Topf werden Sie vermutlich abspülen, bevor Sie ihn in den Geschirrspüler geben. Ist nun die Spüle weit weg, tropfen Sie am Weg zum Geschirrspüler die ganze Küche nass.

Außerdem sollten Sie darauf achten, dass die Türen von Spülschrank und Geschirrspüler gelichzeitig geöffnet werden können. Es wäre sehr unpraktisch, wenn Sie jedes Mal den Geschirrspüler schließen müssten, um zum Beispiel ein Geschirrspültab aus dem Schrank zu nehmen. – Christian Aumayr

Grundsätzlich entstehen viele Fehler durch ungenaue Grundrisse. Wenn Sie sich auf ein falsches Planmaß verlassen, passt im schlimmsten Fall die Küche nicht in den vorgesehenen Raum. Deshalb rate ich meinen Kunden immer, noch einmal selbst nachzumessen. Denn ist die Küche erst einmal bestellt, wird es schwierig die Maße im Nachhinein noch zu ändern. – Sandra Perrotta

Fehler #3: Arbeitsfläche zu knapp bemessen

8 von 10 Arbeiten in der Küche finden auf der Arbeitsfläche statt. Doch viele machen den Fehler und bemessen diesen Platz zu knapp. Zumindest die Hauptarbeitsfläche sollte ohne Unterbrechung zwischen 80 und 100cm Länge haben. Das heißt, die sollte keine Stufen oder andere Unterbrechungen (wie Spüle, Kochfeld, Fugen usw.) haben.
– Klaus Ruech

Im Idealfall ist die Arbeitsfläche etwa 100cm lang. Sie sollte aus einem Stück gefertigt werden. Kanten durch Stückelung machen die Reinigung kompliziert. Zur Arbeitsfläche zählt meiner Meinung nach auch ein Abstellplatz neben dem Kühlschrank. – Christian Aumayr

Fehler #4: Stauraum falsch bemessen

Viele Kunden neigen dazu, sehr viel Stauraum einzuplanen – meist mehr, als sie tatsächlich brauchen. Sie sollten aber folgendes bedenken: Wenn Sie zu viel Stauraum einplanen, werden ihre Schränke immer voller. Im Lauf der Jahre sammeln sich darin Küchenutensilien, die Sie nie oder selten verwenden. Diese müssen Sie dann später wieder mühsam „ausmisten“. – Klaus Ruech

Um den Stauraum richtig zu kalkulieren, muss ich nach den Lebensumständen und Gewohnheiten der Kunden fragen. Kochen Sie täglich? Kaufen Sie auf Vorrat ein, oder von Tag zu Tag? Isst die gesamte Familie gleichzeitig? All das sind Fragen, aus denen ich die passende Stauraum-Angebot ableiten kann. – Christian Aumayr

Wenn es darum geht, viel Stauraum zu gewinnen sind sich beide einig: Den meisten Stauraum bekommen Sie durch breite Küchenschränke mit Laden und Auszügen. Hierzu haben wir für Sie einen weiteren Beitrag auf unserem Blog zum Thema: 3 Küchenprofis im Interview: So können Sie bei der Planung Platz sparen

Fehler #5: Dinge, die immer in der Küche stehen vergessen

Sicher haben Sie in ihrer aktuellen Küche schon Dinge „herumstehen“, die Sie nie wegräumen. Gewürze, Kochlöffel oder Kaffeemaschine brauchen auch ihren eigenen Platz:

Eine Sache, die jeder vergisst: Der Platz, an dem die nassen Geschirrtücher zum Trocknen aufgehängt werden können. Natürlich können Sie diese auch am Herdgriff aufhängen. Aber schöner ist eine saubere Lösung, die nicht so schnell ins Auge fällt. – Klaus Ruech

Kaffeemaschine, Brotschneider und Rührgerät werden so gut wie nie gleich nach der Benützung weggeräumt. Warum ihnen also nicht einen fixen Platz zuteilen? Denken Sie daran, diesen von vornherein einzuplanen. – Christian Aumayr

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Fehler vermeiden: So gehts! - Von Anfang an richtig Planen

Viele Fehler in der Küchenplanung geschehen aus Unwissenheit. Doch sind die Fehler erst gemacht, kann das gerade bei der Küche teure Konsequenzen haben.

Beste Lösung: Solche Fehler von Anfang an vermeiden. Aus diesem Grund veröffentlichen wir auf unserem Blog regelmäßig Tipps und Ratschläge unserer Küchenexperten aus den olina Studios in ganz Österreich und Südtirol.

Sie haben noch weitere Fragen zur Küchenplanung?

Sie haben noch Fragen zur Küchenplanung? Am besten vereinbaren Sie dafür einen persönlichen Beratungstermin in einem unserer Küchenstudio in Ihrer Nähe. Unsere Berater und Küchenplaner beantworten gerne Ihre Fragen.

Herzlichst,
Ihr olina-Team

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