Küche in U-Form optimal nutzen: Auf diese 4 Punkte kommt es an

Sie planen eine neue Küche und haben an eine U-Küche gedacht? Sie fragen sich, wie Sie optisch und platztechnisch das Beste aus dieser Küchenform herausholen?

Dieser Beitrag ist Teil einer Beitragsserie, in welcher wir verschiedene Küchenformen vorstellen. Wenn Sie mehr über die verschiedenen Küchenformen wissen wollen, finden Sie in diesem Beitrag wichtige Infos und Links: Serie zum Thema Küchenformen: Welche Küche passt zu mir?

In diesem Beitrag erfahren Sie:

  • Für welche Räume ist die U-Form besonders empfehlenswert?
  • Was sind die Vorteile einer U-Küche?
  • Welche 4 Punkte sollten Sie bei der U-Küche beachten?

Die Küchenexpertinnen Sandra Perrotta (Inhaberin des olina Küchenstudio Salzburg Stadt) und Daniela Happ (Inhaberin des olina Küchenstudio Imst) verraten uns in diesem Beitrag die Antworten.

Für diese Räume ist die U-Küche besonders geeignet

Eine U-Küche hat, wie der Name bereits sagt, die Form eines "U". Sie besteht aus drei Küchenzeilen, die meist entlang von 3 Wänden verlaufen. Dadurch ist sie vor allem für geschlossene oder halboffene Räume empfehlenswert. Sie eignet sich für große und für kleinere Räume mit einer leicht quadratischen Form. Längliche Räume können durch eine U-Küche überladen wirken. 

Diese Küchenform bietet viel Stauraum in den Unterschränken. Davon profitieren Räume, in denen keine Oberschränke Platz haben, wie zum Beispiel Räume mit Dachschrägen oder mit vielen Fenstern.

Diese 3 Vorteile machen die U-Küche empfehlenswert

Wie jede Küchenform bietet auch die U-Küche einige Vorteile:

Vorteil #1: Viel Stauraum und Arbeitsfläche

Wer viel kocht und sich dafür gerne ausbreitet, kann sich freuen: Durch die U-Form entsteht eine große und durchgängige Arbeitsfläche. Zudem bietet diese Küchenform mehr Stauraum, als eine Einzeilige Küche oder eine Küche in L-Form.

Vorteil #2: Kostengünstige Anschlüsse möglich dank Installationen an der Wand

Sowohl Waschbecken als auch die Elektroanschlüsse für Kühlschrank und Herd liegen an der Wand. Dort befinden sich auch alle Steckdosen. Das macht die Montage vergleichsweise einfach und kostengünstig. Sollte beispielsweise eine alte Küche durch eine neue ersetzt werden, muss nicht erst der Boden herausgerissen werden, um Kabel und Rohre an den gewünschten Ort zu verlegen.

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Vorteil #3: Kurze Wege beim Kochen

Durch die Form liegen die Arbeitsflächen und Schränke meist nah beieinander. Dadurch sparen Sie sich lange Wege und haben die benötigten Lebensmittel und Küchenutensilien schnell zur Hand.

Damit Sie auch von den Vorteilen profitieren und Ihre Wahl nicht bereuen, sollten Sie bei einer Küche in U-Form vier Dinge beachten:

Diese 4 Punkte sollten Sie bei einer U-Küche beachten

#1: "Tote" Ecken vermeiden & zusätzlichen Stauraum nutzen

Bei einer U-Küche entstehen in der Regel 2 Ecken, die zu "toten" Ecken werden können. Anstelle der Vorteils #1 (viel Platz und Arbeitsfläche) bringt diese Küchenform dann einen Nachteil mit sich. Daher sollten Sie nach einer passenden Ecklösung suchen, durch die Sie den potentiellen Stauraum nicht verlieren. Einige Beispiele für Ecklösungen von unseren Küchenplanern:

  • Eckschrank mit Karussell: Das Karussell eignet sich vor allem für Unterschränke. Wie ein Karrussell auf dem Jahrmarkt hat es einen Kreisförmigen Boden, der um eine Achse gedreht werden kann. Dadurch können Sie die benötigten Küchenutensilien zu sich drehen und so leichter erreichen.
  • MagicCorner: Der MagicCorner hat zwei Lagerflächen: Eine ist an der Tür angebracht, die andere befindet sich im Schrank. Macht man die Tür auf, schwenkt die Fläche an der Tür mit heraus. Die Lagerfläche im hinteren Teil des Schranks fährt beim Öffnen automatisch nach vorne. Dadurch steht Ihnen auf „magische“ Art und Weise mehr Stauraum zur Verfügung.
  • LeMans: Die Lagerflächen im Inneren des LeMans erinnern an leichte Kurven. Sie passen gut in die Ecke und bieten viel Platz für Töpfe, Pfannen oder Lebensmittel. Auch praktisch: Die Fächer können einzeln aus dem Schrank geschwenkt werden.
  • Arbeitsfläche in der Ecke nutzen: Die Arbeitsfläche im Eck bleibt meist frei. Diese Fläche können Sie für Küchengeräte wie Kaffeemaschine oder Rührgerät nutzen. Auch Eckauszüge für Gewürze oder als Messerhalter sind beliebt.

#2: Genug Platz für Essplatz, Schränke & Co einplanen

Die U-Küche ist montiert, die Geräte sind angeschlossen. Jetzt nur noch schnell Tische, Stühle und die Eckbank rein... Oder doch nicht? Wurde bei der Küchenplanung berücksichtigt, dass auch ausreichend Raum für die Essplätze bleiben sollte? Bei einer U-Küche ist es hilfreich, das gesamte Wohnkonzept bei der Planung zu beachten. Dadurch gehen Sie sicher, dass auch die anderen Möbel genug Platz haben.

Auch zwischen den Schränken der U-Küche sollten Sie genug Platz einplanen. Sonst kann es passieren, dass Sie gegenüberliebende Schränke nicht öffnen können. Küchenplanerin Daniela Happ (olina Küchenstudio Imst) empfiehlt, mit mindestens 1,20 Meter Abstand zwischengegenüberliegenden Küchenzeilen zu rechnen. Eine Kücheninsel macht bei U-Küchen daher nur selten Sinn. Für welche Küchen sich eine Insel eignet, können Sie übrigens in diesem Beitrag nachlesen: Kücheninsel: So viel Platz braucht sie wirklich.

#3 Optisch auflockern mit Highboards anstelle der Hochschränke

Hochschränke reichen meist vom Boden bis knapp unter die Decke. In U-Küchen können diese Schränke wuchtig wirken und den Raum kleiner und enger erscheinen lassen. Die mittelhohen Highboards stellen dazu eine lockere Alternative dar. Gleichzeitig bieten sie genügend Stauraum für Küchenutensilien & Co.

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#4 Mit viel Licht & Motivgläsern Atmosphäre schaffen

In einer U-Küche liegen alle Küchenzeilen an der Wand. Das heißt, auch Sie selbst blicken beim Kochen ständig an die Rückwand Ihrer Küche. Um gut arbeiten zu können, sollten Sie auf ausreichend Licht achten. Damit können Sie nicht nur die Arbeitsflächen beleuchten, sondern auch den ganzen Raum heller erscheinen lassen.

In Kombination mit individuellen Motivgläsern schaffen Sie dadurch eine moderne Atmosphäre und geben Ihrer Küche eine persönliche Note. Motivgläser sind für Küchenwände gerade sehr beliebt. Es handelt sich dabei um eine Art Glasverkleidung, auf der unterschiedliche Motive abgebildet sein können. Von abstrakten Gemälden über beruhigende Landschaftsbilder bis hin zu eigenen Fotos gibt es viele Möglichkeiten, die Rückwand damit zum Hingucker zu machen.

Sie brauchen Hilfe bei der Auswahl der richtigen Küchenform?

Wie Sie sehen, kann eine U-Küche eine gute Wahl sein, wenn Sie die 4 Punkte bedenken. Natürlich muss die Form auch in den Raum passen. Wie bereits erwähnt, eignet sie sich vor allem für leicht quadratische Räume und Räume mit Dachschrägen.

Sind Sie sich nicht sicher, ob Ihr Raum für eine U-Küche geeignet ist? Dann empfehlen wir Ihnen, sich von einem Küchenplaner beraten zu lassen. Dieser steht Ihnen auch bei der weiteren Küchenplanung zur Seite.

Überlegen Sie noch, ob eine andere Küchenform vielleicht doch besser für Sie geeignet ist? Dann kann es Ihnen vielleicht helfen, auch über andere Küchenformen mehr zu erfahren. Wir haben weitere Beiträge rund um die verschiedenen Küchenform für Sie gesammelt. Die Links dazu finden Sie bequem am Ende dieses Beitrags.

Wenn Sie noch Fragen haben, vereinbaren Sie am besten einen Beratungstermin in einem olina-Küchenstudio in Ihrer Nähe.

Herzlichst,
Ihr olina Team

Foto: (c) Iriana Shiyan – stock.adobe.com