Mit 3 Fragen zur richtigen Küchenrückwand

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Sie planen gerade eine neue Küche? Haben Sie dabei schon die passende Küchenrückwand gefunden?

Sie kennen das bestimmt: Einmal kurz weggedreht und schon fängt’s im Topf an zu blubbern und die Küchenwand bekommt ungewollt einen neuen Anstrich verpasst. Keine Sorge - das passiert auch den besten Köchen. 

Ihr Küchenhelfer in diesem Fall: Die Küchenrückwand. Sie dient nicht nur als zusätzliches Designelement, sondern auch als Spritzschutz, um die ein oder anderen Tomatensauce-Missgeschicke zu verzeihen.

Aber wie finden Sie die richtige Küchenrückwand?

Unsere Küchenexperten Sandra Perrotta, Inhaberin olina Küchenstudio Salzburg Stadt und Klaus Ruech, Inhaber olina Küchenstudio Innsbruck Ost haben für Sie 3 Fragen formuliert, die Sie sich bei Ihrer Küchenplanung stellen sollten, um zur passenden Rückwand für Ihre Küche zu kommen.

In diesem Blogbeitrag erklären unsere Küchenprofi zu jeder Frage, auf welche Details es bei der Planung ankommt:

Frage 1: Benötigen Sie bei Ihrer Küchenform eine Rückwand?

Klare Antwort von unseren Küchenprofis: Egal, für welche Küchenform Sie sich entscheiden, eine Rückwand hinter dem Kochfeld und der Spüle ist immer empfehlenswert.

Die Aufgabe der Küchen-Rückwand ist, Ihre Wand vor Wasser und Fettspritzern zu schützen, um die Reinigung Ihrer Küche zu erleichtern.

Auch, wenn Sie Kochfeld und Spüle auf einer Kücheninsel platzieren, sollten Sie hinter den Arbeitsflächen an der Wand eine Rückwand einplanen. Wenn Sie auf der Arbeitsfläche zum Beispiel Mixen, könnten die Wände sonst Flecken abbekommen. Durch die abwischbare Rückwand können Sie solche Flecken ganz einfach mit einem Wisch entfernen. 

Frage 2: Aus welchem Material soll Ihre Rückwand sein?

Eine Küchenrückwand fungiert nicht nur als Spritzschutz für den Herd-oder Spülbereich. Sie lassen sich aus den unterschiedlichsten Materialien – von Fliesen über Holz und Glas bis hin zu Kunststoff – bauen und fügen sich dabei entweder nahtlos in die Küche ein oder werden zu einem echten Eyecatcher.

Diese Materialien können Sie für Ihre Rückwand wählen:

  • Fliesen
  • Glas/Acryl
  • Kunst- und Naturstein
  • Holz
  • Laminat

Aber welches Material sollen Sie jetzt wählen? Damit Sie nicht ratlos vor der großen Auswahl stehen und sich einfach nicht entscheiden können, haben unsere Küchenprofis kurz für Sie die Vor- und Nachteile der einzelnen Materialien zusammengefasst.

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Die Vor- und Nachteile der gängigsten Küchenmaterialien

Fliesen-Rückwand: Resistent gegen Kratzer und Dellen, jedoch schwer zu reinigen

Traditionell wird die Küchenrückwand gefliest, hierbei können Sie die Fliesen- und Fugenfarbe genau auf Ihre Küche anpassen. Mit verschiedenen Motiven auf den Fliesen können Sie Ihre Rückwand dekorativ gestalten. Auch die Größe der Fliesen ist individuell wählbar, wobei größere Fliesen einfacher zu reinigen sind als kleine Fliesen mit vielen Fugen. Denn vor allem die Fugen sind wahre Drecksammelstellen, die sich nicht so einfach reinigen lassen. Ein großer Vorteil von Fliesen ist ihre Robustheit. Stoßen Sie versehentlich mit einem Topf gegen die Rückwand, bleibt diese meist ohne Dellen.

Glas/Acryl-Rückwand: Viele optische Möglichkeiten, aber kratzempfindlich

Küchenrückwände aus Glas werden fugenlos an die Rückwand angebracht. Darum ist hier besonders wichtig, dass Sie den Bereich zwischen Unterschrank und Oberschrank genau ausmessen, damit die Glas- oder Acrylglasplatte exakt hineinpasst. Acrylglasplatten sind eine günstigere und bruchsichere Variante, allerdings ist diese empfindlicher gegenüber Kratzern und zudem weniger hitzeresistent als Echtglas.

Glasrückwände bieten Ihnen eine große Auswahl: Neben neutralen Farbtönen sind auch kräftige Farben (z.B. Rot, Gelb oder Grün) oder Motive möglich. Außerdem bieten Ihnen Glasrückwände viel Gestaltungsspielraum, was die Beleuchtung angeht. Ob mit LED-Lichtern an den Rändern oder einer durchgehenden Beleuchtung hinter der Glasplatte.

Küchenrückwände aus Natur- oder Kunststein: Das Muster können Sie nicht beeinflussen, dafür ist Stein pflegeleicht und hält Wasser und Hitze gut aus

Ob Naturstein oder Kunststein: Steinwände geben Ihrer Küche einen edlen und hochwertigen Anschein. Der Kunststein kann in jeder Farbe hergestellt werden. Beim Naturstein müssen Sie jedoch, ähnlich wie bei Holz, die Musterung so nehmen, wie sie ist. Dafür ist jede Natursteinplatte ein Unikat. Küchenrückwand aus Stein sind besonders pflegeleicht. Außerdem halten sie Wasser und Hitze gut aus. Sie können ohne Bedenken heiße Töpfe direkt auf der Arbeitsplatte abstellen.

Zusatz-Tipp vom Profi: Wenn Sie Küchenrückwand und Arbeitsplatte aus dem gleichen Material verwenden, bringen Sie Ruhe in Ihre Küche. Aber passen Sie auf bei dunklen Steinen, wie zum Beispiel Granit. Dunkle Rückwände schlucken Licht und lassen dadurch den Raum kleiner und düster wirken.

Holz-Rückwände: Leicht zu reinigen, jedoch nicht 100 % resistent gegen Dellen und Kratzer

Eine Küchenrückwand aus Holz wirkt besonders stimmig, wenn Sie sich bei der Wahl der Holzart nach den Küchenelementen richtet, die auch schon aus Holz sind. Die Oberfläche sollte mit einem Holzsiegellack behandelt werden – so wird sie geschützt. Dennoch können leichter Dellen durch Stöße entstehen als bei anderen Materialen. Holzrückwände sind fugenlos, dadurch leicht zu reinigen.

Laminat-Rückwände: Pflegeleicht und hitzebeständig, aber nicht kratzfest

Bei Laminat können Sie nicht nur Holzdekore wählen, sondern auch viele andere Farben und Muster. Auch Natursteine lassen sich so imitieren. Da Laminat glatt ist, ist die Pflege sehr einfach. Ob nass oder trocken: Mit einem Wisch ist alles weg. Zudem ist es hitzebeständig – fast ein Muss für eine Küchenrückwand, da diese meist in unmittelbarer Nähe zum Kochfeld angebracht ist. Allerdings ist die Laminatwand nicht kratzfest. Beim Hantieren mit Messern sollten Sie deshalb vorsichtig sein.

Frage 3: Wie viel möchten Sie für Ihre Küchenrückwand ausgeben?

Der Preis einer Küchenrückwand kann sehr stark variieren, je nach Material sowie der Ver- und Bearbeitung des Materials.

Dennoch können unsere Küchenexperten Ihnen einen Überblick geben, mit welchen Preis Sie für Ihre Rückwand rechnen sollten:

  • Kunststoff: ca. 80 Euro pro Laufmeter
  • Stein/Keramik/Glas: ca. 300 Euro pro Laufmeter

In diesen Preisen ist die Arbeit für notwendige Steckdosenausschnitte bereits inkludiert.

Achtung: Falls Sie Ihre Küchenrückwand bedrucken möchten, kommen zusätzliche Druckkosten dazu.

Haben Sie noch Fragen oder brauchen noch weitere Hilfe bei der Wahl der richtigen Küchenrückwand?

Wie Sie sehen, bietet auch die Küchenrückwand überraschend viele Möglichkeiten. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie die richtige Wahl getroffen haben oder Sie andere Schwierigkeiten bei der Küchenplanung haben, empfehlen wir Ihnen einen Küchenberater hinzuzuziehen.

Ein professioneller Küchenplaner unterstützt Sie nicht nur dabei, die passenden Materialien für Ihre optischen Ansprüche und Küchengewohnheiten zu finden. Er kann Ihnen bei allen Schritten der Küchenplanung bis hin zur Montage unter die Arme greifen.

Wenn Sie noch Fragen rund die Küchenplanung haben, können Sie sich gerne an ein olina Küchenstudio in Ihrer Nähe wenden. Wenn Sie noch auf der Suche nach einem Küchenplaner sind, können Sie sich natürlich auch bei uns melden. Kontaktieren Sie ein olina Küchenstudio in Ihrer Nähe für ein erster Beratungsgespräch!

Herzlichst,
Ihr olina Team

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