Küche für Räume unter 10 m2 planen: 4 Tipps von Küchenexperten

Sie planen eine neue Küche für einen Raum, der kleiner als 10 m2 ist? Dann fragen Sie sich, wie Sie Geräte, Kochutensilien & Co unterbringen und trotzdem noch genug Platz zum Kochen haben?

Neben einer Arbeitsfläche, einem Waschbecken und einem Herd benötigen Sie Stauraum für Küchenutensilien und Lebensmittel. Zudem ist ein Kühlschrank unverzichtbar und eine Spülmaschine praktisch. Wie sollen Sie das in der kleinen Küche alles unterkriegen?

Die Küchenexperten Sandra Perrotta (Inhaberin olina Küchenstudio Salzburg-Stadt) und Klaus Ruech (Inhaber olina Küchenstudio Innsbruck Ost) verraten Ihnen in diesem Beitrag 3 Tipps, wie Sie aus Ihrer kleinen Küche möglichst viel Platz herausholen.

Tipp #1: Bevor Sie Ihre Küche planen, sollten Sie genau wissen, wofür Sie wie viel Platz benötigen

Wenn Sie eine Küche für unter 10 m2 planen, ist eine genaue Bedarfsermittlung wichtig. Diese Vorbereitung erfordert vor allem bei kleinen Küchen sehr viel Sorgfalt – und Ehrlichkeit. Sie sollten für Ihre Küche genau überlegen, was Sie wirklich brauchen. Dann können Sie in einem nächsten Schritt dafür sorgen, dass Sie diese Dinge auch Platz haben.

Bedarfsermittlung für die kleine Küche: Machen Sie eine (ehrliche) Liste

Für die Bedarfsermittlung können Sie ruhig zu Papier und Stift greifen. Dann sollten Sie sich überlegen:

  • Welche Geräte brauchen Sie wirklich? Seien Sie ehrlich: Wie oft haben Sie in den letzten zwei Monaten die Mikrowelle benutzt? Toasten Sie wirklich viel oder war der Toaster bisher eher ein Dekorationsgegenstand?
  • Wie viel Geschirr brauchen Sie wirklich? Kleine Küchen von unter 10 m2 finden sich hauptsächlich in kleinen Garçonnièren oder in WG's mit wenigen Zimmern. Dementsprechend benötigen Sie auch nicht Geschirr für eine ganze Großfamilie. Planen Sie hier lieber knapp! Wenn Sie mal viele Freunde einladen, kann bestimmt jemand mit Geschirr aushelfen.
  • Welche Art von Lebensmitteln brauchen Sie hauptsächlich? Bei dieser Frage geht es unter anderem darum herauszufinden, ob Sie einen großen Kühlschrank brauchen, oder ob Sie den Platz lieber für Nudeln, Reis, Mehl & Co verwenden sollten.
  • Wie viel Arbeitsfläche brauchen Sie wirklich? Um diese Frage zu beantworten, sollten Sie sich Ihre Kochgewohnheiten vor Augen führen. Wenn Sie gern aufwändige Gerichte kochen oder Kuchen backen, brauchen Sie mehr Arbeitsfläche. Wenn Sie hingegen nur ab und zu etwas Gemüse schnippeln, brauchen Sie weniger. Müssen Sie Geräte wie Toaster und Kaffeemaschine hier abstellen, sollten Sie auch diesen Platz mit einberechnen.

Nun wissen Sie, wovon Sie wie viel brauchen. Außerdem wissen Sie, welche Geräte Sie brauchen und auf welche Sie verzichten können. Apropos Geräte...

Tipp #2: Kleine Geräte und Gerätekombinationen sparen Platz

Geschirrspüler, Backofen, Kühlschrank & Co: Sie alle gibt es auch in kleineren Anfertigungen. Auch der Herd kann schmäler werden, indem anstelle der vier Kochfelder nur zwei gewählt werden. Diese Geräte reichen meist für Haushalte von bis zu 4 Personen. Dadurch haben Sie mehr Platz für die Arbeitsfläche oder für Stauraum.

Auch Kombigeräte sind praktische Platzsparer. Neben der bekannten Kombination aus Kühlschrank mit Gefrierfach gibt es die Kombination aus Backofen und Mikrowelle oder aus Backofen und Dampfgarer. Welche Geräte-Kombinationen für Sie Sinn machen, hängt von Ihren Kochgewohnheiten ab. Lassen Sie sich zum Beispiel nicht dazu verführen, eine Kombination aus Backofen und Mikrowelle einzubauen, wenn Sie weder backen noch regelmäßig Essen in der Mikrowelle erwärmen.

Tipp #3: Nutzen Sie die Raumhöhe und statten Sie die Schränke mit Laden und Auszügen aus

Planen Sie für kleine Küchen Hochschränke und Oberschränke, die bis zur Decke reichen. So können Sie jeden Zentimeter des Raums optimal nutzen. Die Hochschränke sind ideal, um Küchengeräte auf einer angenehmen Höhe einzubauen. Wenn sie zum Beispiel eine Küchenzeile planen, sollten die Hochschränke entweder links oder rechts platziert werden, daneben die Arbeitsfläche, Herd und Spülbecken. Wenn Sie an beiden Seiten der Küchenzeile jeweils einen Hochschrank haben, wirkt der Raum nämlich kleiner.

Schränke mit Regalen haben den Nachteil, dass weit hinten stehende Dinge nur schwer erreicht werden. Häufig wird daher nur der vordere Teil eines Regals vollgestellt. In der kleinen Küche brauchen Sie jedoch jeden Platz, der Ihnen zur Verfügung steht und Sie stellen die Regale von ganz hinten bis ganz nach vorne voll. Wenn Sie Dinge im hinteren Bereich des Schranks benötigen, müssen Sie diese also erst "freischaufeln". Auf Dauer ist das ein mühsamer Mehraufwand.

Damit Sie auch jeden Winkel dieser Schränke gut erreichen, sollten Sie daher alle Schränke mit Schubladen und Auszügen ausstatten. Die Schubladen können Sie bequem mit Lebensmitteln und Töpfen füllen. Wenn Sie etwas brauchen, finden Sie es schnell wieder.

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Tipp #4: Alternativen Stauraum in anderen Räumen finden oder Wände einreißen

Zugegeben, dieser Tipp ist etwas drastisch. Aber vielleicht ist es tatsächlich möglich, eine Wand einzureißen und dadurch etwas mehr Platz zu erhalten. Selbst wenn Sie dadurch nicht mehr Platz für Schränke oder Arbeitsfläche gewinnen: Beim Kochen fühlen Sie sich dadurch weniger eingeengt. 

Sollte diese Möglichkeit nicht bestehen, können Sie in Ihrer Wohnung nach alternativem Stauraum Ausschau halten. Hat im Wohn-Esszimmer vielleicht noch ein Schrank für Geschirr Platz? Gibt es in einem anderen Raum einen Schrank, in welchem Sie große Vorratspackungen unterbringen können?

Küche für unter 10 m2: Dank sorgfältiger Vorbereitung haben Sie Platz für alles, was Sie (wirklich) brauchen

Wie Sie sehen, lohnt es sich, in kleinen Küchen genau zu planen, um am Ende alle Küchenutensilien, Lebensmittel und Küchengeräte unterzubringen. Dabei ist es besonders wichtig, ehrlich zu ergründen, was Sie wirklich brauchen. Zudem kann es helfen, sich bei Küchengeräten genau nach möglichen Größen und Kombinationsmöglichkeiten umzusehen und die volle Raumhöhe zu nutzen. Außerdem sollten Sie nicht außer Acht lassen, dass auch andere Räume für Stauraum (zum Beispiel für Geschirr) in Frage kommen. 

Wir hoffen, unsere Tipps helfen Ihnen dabei, die Planung einer Küche unter 10 m2 gut vorzubereiten und am Ende alle oben genannten Dinge unterzubringen.

Bereitet Ihnen die Küchenplanung Schwierigkeiten, sollten Sie sich an einen Profi wenden. Ein erfahrener Küchenplaner kennt die Tücken bei kleinen Küchen und kann Sie mit kreativen Lösungen unterstützen, welche Ihnen zu mehr Platz im kleinen Raum verhelfen.

Ein guter Küchenplaner hört Ihnen von Anfang an genau zu. Er stellt die richtigen Fragen, um zu erkennen wofür Sie wie viel Platz benötigen. Gleichzeitig berücksichtigt er Ihre Wünsche, das Design betreffend.

Im besten Fall findet er mehrere Ideen und Vorschläge für Ihre neue Küche, sodass Sie zwischen den vorgeschlagenen Varianten wählen können.

Mehr über die Küchenplanung kleiner Küchen erfahren Sie in unserer Serie zum Thema: Küchenplanung auf engem Raum. Die Links zu den einzelnen Beiträgen finden Sie unten.

Sie haben noch Fragen rund um die Planung Ihrer kleinen Küche? Oder wollen Sie gleich einen Termin zu einem Erstgespräch mit einem Küchenberater vereinbaren? Dann zögern Sie nicht, ein olina Küchenstudio in Ihrer Nähe zu kontaktieren!

Herzlichst,
Ihr olina Team

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