Sie sind gerade bei der Planung Ihrer Küche und suchen dabei nach der optimalen Küchenspüle? Dabei gibt es allerdings einiges zu bedenken. Unsere Küchenexperten verraten Ihnen, wie Sie die passende Küchenspüle finden.
Welchen Platz haben Sie zur Verfügung? Wie groß ist Ihr Bedarf an Spülfläche? Wie sehen Ihre Kochgewohnheiten aus? Welche Materialien bevorzugen Sie?
Zunächst wollen wir Ihnen dabei helfen den Platzbedarf und die Größe Ihrer Küchenspüle zu ermitteln. Später stellen wir Ihnen die drei gängigsten Materialien für Küchenspülen vor und zeigen deren Vor- und Nachteile auf. Abschließend haben wir Ihnen 5 Fragen zusammengestellt, die Ihnen bei der finalen Entscheidung über die passende Spüle helfen soll. Denn abgesehen von Größe und Material gibt es weitere relevante Punkte, die Sie bei der Auswahl Ihres Spülbeckens beachten sollten.
So wählen Sie die passende Größe für Ihre Küchenspüle!
Sie planen gerade Ihre neue Küche und wissen nicht, welche Größe Sie für Ihre Küchenspüle einberechnen sollten? Hierbei ist wichtig: Die Größe Ihrer Küchenspüle hängt nicht nur von Ihrem Platzangebot ab. Sie muss auch praktisch sein und zu Ihren Kochgewohnheiten passen.
Je nachdem, wie viel Platz Sie zum Schneiden, Mixen und Kneten brauchen oder wie groß Ihr Bedarf an Spülfläche in der Küche ist – ist eine andere Größe geeignet.
Darum haben unsere Küchenexperten Christian Mölg (Inhaber des olina Küchenstudios Kirchbichl) und Stefan Hofer (Inhaber des olina Küchenstudios Oberndorf) für Sie vier Fragen entwickelt, mit denen Sie die passende Größe Ihrer Küchenspüle anhand Ihrer Kochgewohnheiten ermitteln können.
Frage #1: Kochen Sie oft?
Im Spülbecken weicht der Topf mit der am Boden festgebrannten Tomatensauce ein. Und ausgerechnet jetzt müssen Sie dringend die Nudeln abgießen. Gut, wenn Sie dann eine Küchenspüle mit zwei Becken besitzen. Sinnvoll sind diese auch, wenn Sie Ihr Geschirr gern nachspülen. Einfach im zweiten Spülbecken im klaren Wasser kurz den Spülschaum abwischen.
Diese Größe müssen Sie für eine Spüle mit zwei Becken einrechnen:
Für das Standardbecken sollten Sie ein Maß von 56×46 cm und einer Tiefe von 20 cm wählen. Das zweite Becken ist meist etwas kleiner, 41x46x16 cm oder gleich groß, wie das andere Becken.

Frage #2: Haben Sie viele große Töpfe, Pfannen und Bleche?
Mit Großfamilie und großen Töpfen bietet sich eine große und tiefe Spüle an. Große Töpfe schrubben Sie in ihr einfach leichter. Selbst Grillrost oder Backbleche reinigen Sie mühelos in einer großen Küchenspüle.
Diese Größe müssen Sie für eine XXL-Spüle einrechnen:
Wir empfehlen Ihnen hier ein Mindestmaß von 56×46 und einer Tiefe von 20 cm. Am besten wählen Sie Ihre XXL-Spüle mit dem größten Maß von 70x44x20 cm.

Frage #3: Spülen Sie Ihr Geschirr oft selbst ab?
Der Geschirrspüler ist noch halb leer, aber Sie brauchen den Topf für das Abendessen?
Eine Abtropffläche für die Spüle ist für Sie ein Muss, wenn Sie Geschirr spülen, aber nicht abtrocknen wollen. Einfach morgens den gespülten Topf kopfüber abstellen und wenn Sie abends von der Arbeit nach Hause kommen, ist er trocken. Dank eingebauter Neigung fließt das Abtropfwasser einfach ins Spülbecken ab. Die Arbeitsplatte bleibt trocken.
Diese Größe müssen Sie für eine Spüle mit Abtropfbecken einrechnen:
Wenn Sie sich für die Spüle mit Abtropffläche entscheiden, müssen Sie ein Mindestmaß von 56x46x20 cm einrechnen.

Frage #4: Wie viel Platz haben Sie zur Verfügung?
Vor allem in kleinen Küchen muss die Küchenspül-Größe passen, damit Sie noch genügend Platz zum Arbeiten haben.
Da jedoch in modernen Küchen eine Spülmaschine inzwischen zur Standardausstattung gehört, kann Ihr Spülbereich in diesem Fall entsprechend kleiner ausfallen. Eine Spüle mit Einzelbecken kann völlig ausreichen. Außerdem haben Einzelbecken keine Ablauffläche. Das spart zusätzlich Platz auf der Arbeitsfläche.
Diese Größe müssen Sie für ein Einzelbecken in der kleinen Küche einrechnen:
Die kleinste Spüle ist 20x44x16 cm groß. Wir empfehlen Ihnen jedoch ein Mindestmaß von 41x46x16 cm, damit Sie beim Abwaschen von Töpfen und Pfannen kein Problem haben.
Zusatz-Tipp: Auch mit einer Eck-Spüle können Sie Platz sparen. Eck-Spülen passen in L- oder U-förmige Küchen und nutzen mit dem passenden Eck-Unterschrank die ansonsten tote Ecke effizient. Je nachdem ob Sie die Spüle mit Ablauffläche möchten, bekommen Sie diese auch schon ab einer Größe von 41x46x16 cm.
Übrigens:
Mehr Informationen, wie Sie eine kleine Küche planen, um möglichst viel Platz herauszuholen, erhalten Sie hier: Kleine Küche planen: Unsere 7 Tipps von Küchenexperten

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Die richtige Größe für Ihre Spüle gefunden?
Sie kennen jetzt, die richtige Küchenspüle mit der passenden Größe? Wenn ja, dann ist der nächste Schritt die Materialwahl! Anschließend verraten wir Ihnen die Vor- und Nachteile der drei gängigsten Materialien: Fragranit, Keramik und Edelstahl.

Küchenspüle aus Fragranit, Keramik oder Edelstahl? Die Vor- und Nachteile!
Mittlerweile wissen Sie schon mehr über die richtige Größe Ihrer Küchenspüle. Nun widmen wir uns dem passenden Material. Damit Ihnen die Entscheidung leichter fällt, haben unsere Küchenprofis Anton Mühlthaler (Inhaber des olina Küchenstudios Eben im Pongau) und Helmut Wenigwieser (Inhaber des olina Küchenstudios Mauthausen) die Vor- und Nachteile der drei gängigsten Materialien – Fragranit, Keramik und Edelstahl – aufgelistet.
Sie beschreiben für Sie die wichtigsten Vor- und Nachteile der Spülen-Materialien anhand folgender Kategorien:
- Preis
- Pflege
- Beständigkeit (Hitzeresistenz, Kratzfestigkeit, Säureresistenz)
- Gestaltungsfreiheit (Farbauswahl)
#1: Küchenspüle aus Fragranit: Günstig und pflegeleicht

Fragranitspülen bestehen aus einem Verbundwerkstoff, allgemein auch als Quarzkomposit bekannt. Dieser Verbundwerkstoff besteht zu 80% aus Quarzsand und zu 20% aus sehr hartem Acrylharz.
Vorteile:
- Widerstandsfähig gegen Kratzer und Schläge
- Hitzebeständig bis ca. 300 °C: Sie können die meisten heißen Pfannen, Töpfe oder Bleche direkt in der Spüle abstellen, ohne die Spüle zu beschädigen.
- Pflegeleicht: Diese Küchenspüle können Sie ganz einfach mit warmem Wasser und Spülmittel reinigen. Für hartnäckige Verschmutzungen empfehlen wir Ihnen Glasreiniger oder Putzalkohol.
- Säureresistent: Hält allen Haushaltssäuren und Haushaltsreinigern stand.
- Sie können zwischen beliebigen Farben wählen: Bei Fragranitspülen können Sie zwischen verschiedenen Farben wählen.
- Relativ günstig
Nachteile:
- Hartes Material: Vorsicht bei empfindlichem Geschirr, dieses kann leicht an der Spüle brechen.
- Bei helleren Farben können Verfärbungen entstehen: Bei hellen Fragranitspülen können Flecken oder Verfärbungen durch Kaffee, Tee oder anderen Lebensmitteln entstehen. Am besten entfernen Sie Flecken und Speisereste sofort.
- Kalkflecken bei dunklen Fragranit besser sichtbar: Abgelagerte Kalk ist auf dunklen Spülen schneller zu erkennen. Dafür können Sie Kalkflecken mit einem Kalkentferner oder Natron leicht entfernen.
Preis: 380 bis ca. 750 €
#2: Küchenspüle aus Keramik: Äußerst robust und langlebig

Keramik ist ein gebranntes Steingemisch, welches in seiner Zusammensetzung Granit sehr ähnlich ist.
Vorteile:
- Widerstandsfähig gegen Kratzer und Schläge
- Säureresistent: Haushaltssäuren und Haushaltsreiniger können der Keramikspüle nichts anhaben.
- Pflegeleicht: Keramikspülen können Sie ganz einfach mit warmem Wasser und Spülmittel reinigen.
- Sie können zwischen beliebigen Farben wählen: Durch die hohe Farbvielfalt bei Keramikspülen können Sie Ihre Küche bis ins kleinste Detail farblich abstimmen.
Nachteile:
- Hartes Material: Empfindliches Geschirr kann leicht brechen.
- Relativ teuer
Preis: 850 bis ca. 1.200 €
Sie haben noch Fragen zur Küchenplanung?
Wir hoffen der Beitrag und die Tipps unserer Profis helfen Ihnen bei der Küchenplanung.
Sollten Sie dabei Hilfe benötigen oder Fragen haben, klären wir diese gerne in einer unverbindlichen Erstberatung in einem olina Küchenstudio in Ihrer Nähe.
Ihr olina Team
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